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Das Heilige Triduum beginnt im Kloster mit der Fußwaschung

Das “Triduum Sacrum”, die drei österlichen Tage vom Leiden und Sterben, von der Grabesruhe und von der Auferstehung des Herrn, beginnt am Gründonnerstag. Einen ersten Höhepunkt markiert der Ritus der Fußwaschung, den wir im Kloster am Vormittag im Kapitelsaal vollziehen und von der abendlichen Liturgie des Letzten Abendmahls abkoppeln. Nach einführenden Worten durch P. Prior Maurus trug P. Subprior Rupert das Evangelium nach Johannes vor, das im Abendmahlssaal die Zeichenhandlung Jesu an seinen Jüngern beschreibt. Anschliessend wusch P. Prior allen anwesenden Mitbrüdern, und auch unserem Kandidaten David Sterdt (s. Foto) die Füße. Der Ritus wird auch "Mandatum", d.h. Auftrag, Gebot genannt, denn: "Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, dann müsst auch ihr einander die Füße waschen. Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe." (Joh 13,14-15) Die Fußwaschung ist ein Hinweis auf die Liebe, mit welcher der Gekreuzigte uns geliebt hat. Wir sind aufgerufen, Christi Liebe in uns aufzunehmen und einander ebenso zu lieben, wie er uns geliebt hat.